Freitag, 4. September 2009
NOTIZ 04.09.2009
Anthologie „Kinderherz"

Die jüngst im Klotz-Verlag in der SichVerlags - Gruppe erschienene Anthologie „Kinderherz“ (ISBN 978-3-88074-028-0 - Auszug hier) des Herausgebers Tristan Rosenkranz hat sich des Themenkomplexes Ausgrenzung angenommen und ihn aus zahlreichen Blickwinkeln beleuchtet.

„Kinderherz“, für 12,95€ neben den gängigen Kanälen u. a. direkt beim Verein GLEICHMASS e. V. oder per Bestellformular erhältlich, ist ein Brückenschlag zwischen den Erfahrungswerten und Ansichten familienrechtlicher Professionen, Autoren und Betroffener geworden. Kompetente und hoch engagierte Fachleute, eine Auswahl von Autoren und Musikern, die ihrerseits eine einfühlsame Sprache in zahlreichen eigenen Veröffentlichungen zum Ausdruck brachten und bringen, sowie einige zum Teil hoch betroffene Ausgrenzungs(groß)eltern waren bereit, einen Textbeitrag zu leisten.

Unter den Autoren sind unter anderem der ehemaliger Familienrichter und Initiator der Cochemer Praxis Jürgen Rudolph, die Publizisten und FamilientherapeutInnen Astrid von Friesen, Ursula Kodjoe, Beate Kricheldorf sowie Jörg Stanko, der Verfahrensbeistand Horst Schmeil, der Leiter der Thüringer Fachgruppe für Jungenarbeit Jürgen Reifarth, der Musiker Michael Pfennig, Diplompädagogen, Gleichstellungsbeauftragte, die Vorstände der Männerpartei, des MANNdat e. V., des AGENS e. V. sowie des Gleichmass e. V., aber auch Autoren wie Sven-André Dreyer, Hauke von Grimm, Jennifer Sonntag und viele mehr.

Unterteilt in die Kapitel „Professionen“, „Autoren“, „Betroffene“ sowie „Exkurs“ sind neben fachlichen Ausführungen, Essays und Erfahrungsberichten einige prosaische Texte, Songtexte, Kurzgeschichten, Gedichte sowie gut recherchierte Studien vertreten. Manche Texte sind leichtfüßig, manche traurig, manche Milieustudien, manche eine Anklage. Die Übergänge zwischen den Kapiteln sind an einigen Stellen fließend. Im Kapitel „Exkurs“ zeigt darüber hinaus ein Text auf, wie sich eine Konfrontation mit Kriegsvaterschaft und Kriegsschuld anfühlt.

„Kinderherz“ handelt von Ausgrenzung, Kontaktverlust, Sehnsucht, der Überwindung davon, beleuchtet Stereotype und wird den Begriff „Gleichstellung“ hinterfragen.

„Kinderherz“ macht traurig und treibt dem Leser vielleicht sogar manches Mal Tränen in die Augen. Es macht wütend und wird ans Herz gehen. Es wird – vielleicht und hoffentlich – dazu inspirieren, sich selbst zu engagieren. Für eine lebenswerte Gesellschaft, in denen der Wille unserer Kinder, beide Eltern erleben zu wollen, wieder eine Vorrangposition einnimmt.

Die Einkünfte der Anthologie kommen zum großen Teil der gemeinnützigen Familiengleichstellungsarbeit des GLEICHMASS e. V. und des AGENS e. V. zugute.

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